Archiv für Mai 2011

Schützenhilfe für Neonazis?

Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Robert Andreasch (A.I.D.A.-Archiv) am 24. Mai 2011 um 19 Uhr im Kummert Bräu, Amberg.

Schon seit Jahren existiert in Amberg eine rechte Szene, die eng in bayern- und bundesweite Strukturen eingebunden ist. Immer öfter versuchen die Rechten durch Infostände, Konzerte und Veranstaltungen ihre menschenverachtende Propaganda in Amberg zu verbreiten. Trotzdem behauptet die Amberger Stadtspitze weiter, in Amberg gäbe es keine rechte Szene.

Gerade als Veranstaltungsort für Konzerte und Propagandaveranstaltungen genießt Amberg einen „guten Ruf“ bei den süddeutschen Nazis, da sie sich hier ungestört versammeln können. Robert Andreasch, Journalist und Soziologe, hat für den bayerischen Rundfunk über die Naziszene im Raum Amberg recherchiert. Seine Recherchen belegen, dass sich die Amberger Naziszene nicht nur in dunklen Kellerkneipen trifft, sondern auch in Vereinslokalen wie dem der Schützengesellschaft Kleinraigering. (Radiobeitrag im Bayerischen Rundfunk)

In seinem Referat wird Robert Andreasch seine Rechercheergebnisse noch einmal vorstellen und nachweisen, dass sich die Nazis im Raigeringer Schützenheim mehrmals, ganz offen und ohne Tarnung einmieten konnten. Desweiteren wird es um die Frage gehen, ob Naziaktivitäten in Amberg bewusst verharmlost werden. Im Anschluss wird Robert Andreasch näher auf die Strukturen und Aktivitäten der Naziszene im Raum Amberg und der Oberpfalz eingehen. Alles Gute zum Geburtstag Hugo<3

Kundgebungen in Neumarkt und Sulzbach-Rosenberg

Am vergangenen Samstag, den 07.05.2011 organisierten die Antifa Neumarkt und Aktion Schwarz-Rot jeweils eine Kundgebung zu dem Thema „Antifaschismus ist notwendig – nicht kriminell“. Grund für die Aktionen sind die anhaltenden Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft und der Kriminalpolizei Amberg gegen engagierte Antifaschist_innen in der Oberpfalz. Am 25.03.2011 wurden bei insgesamt 6 Aktivist_innen die Wohnräume durchsucht. Ihnen wird u. a. vorgeworfen, bei der Blockade an lässig der Nazi-Demonstration am 27.11.2010 in Sulzbach-Rosenberg einen Polizisten zu Boden gezogen und diesen anschließend mehrmals in Gesicht getreten zu haben.

Schon am Freitagabend organisierte die ASR eine größere Soliparty im Jugendclub Bureau. Den vielen Besucher_innen wurden Musik von der Platte, Tombla, „Know your City“-Quiz und vegane Vokü angeboten. So konnten dann am Ende ein größerer 3-stelliger Betrag gesammelt werden, der den Betroffenen zu Gute kommen wird.

Am Samstagvormittag versammelten sich in der Klostergasse in Neumarkt etwa 30 Menschen und machten mit einer kreativen Aktion auf die zurzeit stattfindende Repression gegen Antifaschist_innen aufmerksam. Auf den Pappschildern war „Antifaschismus ist notwendig“ zu lesen und auf den getragenen T-Shirts stand „nicht kriminell!“. Während der Kundgebung wurde ein Redebeitrag der Antifa Neumarkt vorgelesen, welcher nicht nur die Repression gegen Antifaschist_innen thematisiert, sondern gegen die linksalternative Szene in Neumarkt. So dürfen Punks, Linke und Alternative an manchen Tagen in Discountern und Getränkemärkte überhaupt keinen Alkohol kaufen, da die Stadt und Polizei davon ausgeht, dass der Alkohol trotz des geltenden Alkoholverbots in der Öffentlichkeit konsumiert wird.

Nachdem die Kundgebung beendet worden ist, machten sich die Antifaschist_innen auf den Weg nach Sulzbach-Rosenberg und führten die gleiche Aktion durch. Die etwa 30 Menschen hielten ebenfalls die Pappschilder hoch und machten nochmals deutlich, dass Antifaschismus notwendig sei und nicht kriminell. Dass die Teilnehmer der Kundgebung nicht alleine bleiben werden, bestätigte sich nach gut einer viertel Stunde, als zwei Beamte der Kriminalpolizei Amberg sich gegenüber auf einer Parkbank sich gemütlich machten. Nach ein paar Grußworten an die Kripo-Beamten, wurden wieder die Redebeiträge verlesen und nach gut einer Stunde die Veranstaltung aufgelöst.

Die Hausdurchsuchungen bei Antifaschist_innen in der Oberpfalz stellen einen Angriff auf die Antifa-Szene dar. Ziel ist es, das Engagement vor allem junger Menschen gegen Nazis und Rassismus zu kriminalisieren. Aber wir werden uns nicht einschüchtern lassen und wir werden es nicht hinnehmen, dass Antifaschist_innen verfolgt werden, während den Faschist_innen die Straße überlassen wird. Deshalb erklären wir unsere Solidarität mit allen Menschen, die im Kampf gegen rechts von staatlicher Repression betroffen sind.

Solidarität ist eine Waffe

Tag der Befreiung – DANKE!

Am 8. Mai 1945 kapitulierte die deutsche Wehrmacht bedingungslos vor den heranrückenden alliierten Armeen. Damit war der 2. Weltkrieg in Europa beendet. Die Alliierten hatten Europa und die Welt von der Barbarei des deutschen Nationalsozialismus befreit, welcher sechs Jahre lang einen Vernichtungskrieg geführt hatte und eine ganze Bevölkerungsgruppe aus einem wahnhaften Vernichtungsantisemitismus heraus beinahe ausgelöscht wurde. Wir feiern am 8. Mai also die militärische Zerschlagung der nationalsozialistischen deutschen Zivilbevölkerung durch die alliierten Armeen.

Jugendantifa Sulzbach sagt DANKE!

8.mai

Mahnwache – Antifaschismus ist notwendig, nicht kriminell!

Am 27.11.2010 versuchten Neonazis aus Amberg und Schwandorf – unterstützt von faschistischen Kräften des „Freien Netz Süd“, einen Aufmarsch in Sulzbach- Rosenberg durchzuführen.
Nun sind die Antifaschist_innen von immenser Repression betroffen, den Nazis wird die Straße überlassen.

Aus diesem Grund findet am Samstag den 7. Mai 2011 um 13.00 Uhr von der ASR eine Mahnwache unter dem Motto „Antifaschismus ist notwendig nicht Kriminell“ am sogenannten „Stork-Eck“ statt.
Wir erklären ausdrücklich unsere Solidarität mit allen Antifaschist_innen, die auf Grund ihres Engagements gegen Rechts nun Ermittlungsverfahren ausgesetzt sind und rufen alle Menschen – egal ob jung oder alt – auf, ihre Unterstützung zu zeigen.

Antifaschismus ist notwendig, nicht kriminell!